Sonnenschutz nach Hauttyp: Welcher LSF ist der richtige? | MVZ Ockenfels

Die ersten heißen Sommertage liegen bereits hinter uns und auch in den kommenden Wochen werden Sonne und hohe Temperaturen viele Menschen nach draußen locken. So angenehm die Sonne sein kann: Eine intensive UV-Strahlung belastet unsere Haut und kann langfristig zu vorzeitiger Hautalterung, Pigmentveränderungen und einem erhöhten Risiko für Hautkrebs beitragen.

Ein konsequenter Sonnenschutz ist deshalb für jeden Hauttyp wichtig. Welcher Lichtschutzfaktor (LSF) sinnvoll ist, hängt unter anderem vom individuellen Hauttyp, der Intensität der UV-Strahlung, der Aufenthaltsdauer im Freien und persönlichen Risikofaktoren ab. Zur Orientierung lassen sich verschiedene Hauttypen unterscheiden. Die angegebenen Lichtschutzfaktoren dienen dabei als allgemeine Richtwerte und ersetzen keine individuelle dermatologische Beratung.

Hauttyp I – sehr helle, besonders empfindliche Haut Sehr helle Haut, häufig in Verbindung mit Sommersprossen und hellen Haaren, reagiert besonders empfindlich auf UV-Strahlung und entwickelt schnell einen Sonnenbrand. Für diesen Hauttyp ist ein sehr hoher Sonnenschutz besonders wichtig. Zusätzlich sollten direkte Mittagssonne vermieden sowie schützende Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille getragen werden.

Hauttyp II – helle Haut mit erhöhter Sonnenbrandgefahr Auch helle Haut ohne stark ausgeprägte Sommersprossen kann bereits nach vergleichsweise kurzer Zeit einen Sonnenbrand entwickeln. Ein konsequenter Sonnenschutz mit einem hohen bis sehr hohen Lichtschutzfaktor ist daher empfehlenswert.

Hauttyp III – mittlerer Hauttyp mit guter Bräunung Wer relativ schnell braun wird, ist dadurch nicht automatisch vor den Folgen der UV-Strahlung geschützt. Auch ohne sichtbaren Sonnenbrand können UV-Strahlen die Hautzellen schädigen. Deshalb gehört ein ausreichender Sonnenschutz auch bei Hauttyp III zur täglichen Hautpflege.

Hauttyp IV – eher dunklere, sonnenunempfindlichere Haut Bei diesem Hauttyp tritt ein Sonnenbrand meist seltener auf. Dennoch kann intensive oder wiederholte UV-Strahlung die Haut langfristig schädigen und die Hautalterung beschleunigen. Auf Sonnenschutz sollte daher auch hier nicht verzichtet werden.

Hauttyp V – dunkle Haut mit höherem natürlichem Eigenschutz Dunklere Haut besitzt aufgrund ihres höheren Melaningehalts einen stärkeren natürlichen Eigenschutz. Dieser reicht jedoch nicht aus, um UV-bedingte Hautschäden vollständig zu verhindern. Auch bei dunkler Haut sind Sonnenschutz und regelmäßige Hautkontrollen sinnvoll.

Hauttyp VI – sehr dunkle Haut Auch sehr dunkle Haut ist nicht vollständig vor UV-Strahlung geschützt. Sonnenbrand tritt zwar deutlich seltener auf, UV-bedingte Hautalterung, Pigmentveränderungen und Hautschäden können jedoch trotzdem entstehen. Ein täglicher Sonnenschutz bleibt deshalb empfehlenswert.

Wichtig: Auch mit Sonnenschutz kann die Haut braun werden.
Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass ein geeigneter Sonnenschutz dabei hilft, die Haut besser vor Sonnenbrand und langfristigen UV-Schäden zu schützen. Wer bei der Wahl des passenden Lichtschutzfaktors unsicher ist, sollte im Zweifel zu einem hohen beziehungsweise sehr hohen Sonnenschutz greifen. Besonders bei heller Haut, intensiver Sonneneinstrahlung, im Urlaub, beim Sport im Freien oder bei längeren Aufenthalten in der Sonne kann LSF 50 oder LSF 50+ sinnvoll sein. Ebenso wichtig wie der Lichtschutzfaktor ist die richtige Anwendung: Sonnencreme sollte großzügig aufgetragen und regelmäßig erneuert werden. Nach dem Schwimmen, starkem Schwitzen oder Abtrocknen ist erneutes Eincremen besonders wichtig. Zusätzlich bieten Schatten, geeignete Kleidung, ein Sonnenhut und eine Sonnenbrille weiteren Schutz. Eine hohe UV-Belastung spielt nicht nur beim Sonnenbrand eine Rolle. Wiederholte UV-Schäden können sich über viele Jahre summieren. Neben einem konsequenten Sonnenschutz sind deshalb auch regelmäßige Untersuchungen im Rahmen der Hautkrebsvorsorge ein wichtiger Bestandteil der Hautgesundheit. Jede Haut ist unterschiedlich und beim Sonnenschutz gibt es keine pauschale Lösung, die für jeden Menschen gleichermaßen geeignet ist.

Das Team des MVZ Prof. Dr. Ockenfels berät Sie an unseren vier Standorten gerne individuell zu Ihrem Hauttyp, zum passenden Sonnenschutz und zu allen Fragen rund um Dermatologie, Hautgesundheit und Hautkrebsvorsorge.

Medizinischer Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrem Hauttyp, Sonnenschutz oder auffälligen Hautveränderungen wenden Sie sich bitte an Ihre behandelnde Dermatologin oder Ihren behandelnden Dermatologen.